Eigenverbrauch versus Stromautarkie

Eigenverbrauch versus Stromautarkie

Die folgenden Daten stammen von einem Reihenhaus mit 94m² WNF. Bei einem EFH mit 150m² wird der tatsächliche Verbrauch etwas höher sein. Die grundsätzliche Thematik bezüglich höherem Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom bei Batteriesystemen wird jedoch auch in diesem Beispiel gut sichtbar.

Die Grafiken sind unterschiedlich zu lesen. Bei der Ersten wird der Strom der ins Netz geliefert wird grün dargestellt und der in die Batterie gelb. Wäre also keine Batterie installiert würde auch der „gelbe“ Strom noch ins Netz geliefert und damit der Eigenverbrauch entsprechend sinken. Die graue Fläche stellt den direkt verbrauchten Photovoltaikstrom dar.

In der zweiten Grafik wird dargestellt woher der Strom für den Verbrauch im Haus stammt. Rot ist aus dem Netz, gelb aus der Batterie und grau direkt von der Photovoltaikanlage. Hier wird sichtbar, dass bei der Auslegung der Anlage (4,5 kWp PV und 4,5 kWh Batterie) an diesem Tag 98,45% des Haushaltstromes aus der eigenen Anlage stammen. Das Gebäude an dem Tag somit fast autark ist. Nur die roten Spiten kommen aus den Netz.

Das Balkendiagramm zeigt nochmals die Aufteilung der Bezugsquellen für den Strom im Gebäude. Grau ist der direkt verbrauchte Photovoltaikstrom, gelb kommt von der Batterie und rot vom Netz.


Es gibt zwei Philosophien die zum Tragen kommen:

  • Maximaler Eigenverbrauch
    da muss die Anlage eher schlank dimensioniert sein damit möglichst alles selbst verbraucht werden kann und nur wenig Überschuss entsteht
  • Maximaler Autarkiegrad
    da geht’s darum einen Teil (alles wäre unverhältnismäßig teurer) des nicht direkt genutzen PV-Stromes in eine Batterie zu puffern und bei Bedarf rauszuholen. In diesem Fall wird die PV-Anlage so dimensioniert dass sie übers Jahr gesehen soviel Strom produziert wie das Gebäude benötigt. Das Verhältnis von PV-Leistung (kWp) zu Steicherkapazität der Batterie (kWh) mit 1:1 hat sich als wirtschaftlich bewährt.

Bei Anlagengrößen die etwa den Jahresstrombedarf des Haushaltes produzieren liegt der Eigenverbrauch bei zirka 30% bzw. bis 40% bei Optimierung der Verbraucher. Analog dazu bei Batteriesystemen zwischen 60% bis 70%.

 

Zum Vergleich ein etwas bewölkterer Tag: